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Kategorie: Beza Theodor von

Beza, Theodor von – An Johannes Jakobus Grynaeus, 24. Juni 1595

Beza, Theodor von – An Johannes Jakobus Grynaeus, 24. Juni 1595

Heute, am Tag Johannes des Täufers, an meinem 77. Geburtstag, kündigte mir meine alte Magd gleich bei meinem Erwachen an, daß sich in unserm Hühnerhof Seltsames zugetragen habe. Eine Henne, die ich für verloren gehalten, weil sie uns vor einem Monat, am Tag, da ich sie kaufte, sofort verlassen hatte, sei diesen Morgen plötzlich wieder im Hühnerhof erschienen – begleitet von fünfzehn stattlichen Küchlein! Aus dieser schlichten Geschichte meines Alltagslebens siehst du, lieber Grynaeus, daß ich ohne Umstände mit dir…

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Beza, Theodor von – An König Heinrich VI.

Beza, Theodor von – An König Heinrich VI.

Genf, 10. Juli 1572. Erhabenster König, es verräth einen hohen Sinn, wenn der Mensch in Widerwärtigkeiten nicht erliegt, sondern durch sie zum Streben nach dem Kranze des Sieges getrieben wird; diese Kraft der edlen Seelen schenkte euch Gott. Er ließ euch in der Lehre. der Wahrheit, mit der er seinen Geist der Sündhaftigkeit, der die Schwächsten stark und unbesieglich macht, zu verbinden pflegt, unterrichten; darum leben wir alle der Hoffnung, das Unglück, das Euch und die ganze Kirche betroffen, werde…

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Beza, Theodor von – Brief aus Poissi

Beza, Theodor von – Brief aus Poissi

Poissi, 8. Sept. 1561. Wir bitten und beschwören Euch bei dem Namen des großen Gottes, der Zeuge und Richter unsrer Gedanken und Worte ist, daß Ihr für heute Alles vergeßt, was seit vierzig Jahren geschrieben und gethan sein mag, und mit uns jede Vorliebe, jedes Vorurtheil, das den Erfolg unsrer Unterhandlung hemmen könnte, ablegen möget, daß Ihr von uns das hoffet, was Ihr, so Gott will, gegründet finden sollte, daß wir uns gerne belehren lassen, und das Alles anzunehmen bereit…

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Beza, Theodor von – An den Berner Rath

Beza, Theodor von – An den Berner Rath

Im Mai 1555 Was uns betrifft, so sei es fern, daß wir uns durch Calvins oder irgend eines andern Menschen Ansehen etwas sollten vorschreiben lassen, wenn es auf den christlichen Glauben ankommt. Nur damit uns nicht das Urtheil Christi treffe, daß die sollen wieder verachtet werden, die seine Diener verachten, müssen wir bekennen, daß wir, nachdem wir Calvins Unterricht im Christenthum und sonstige Erklärungen der h. Schrift gelesen, nach unserem Gewissen und mit uns gewiß ein großer Theil der Christenheit…

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Beza, Theodor von – An Bullinger über die Verwerfung

Beza, Theodor von – An Bullinger über die Verwerfung

… Wir gestehen ein, daß die Ungläubigen wegen ihres Unglaubens verdammt werden, und wir lassen alle Schuld der Verdammniß auf den Menschen zurückfallen. In der Verwerfung aber kommt es allein auf Gottes Willen an, welcher die einzige Regel seiner Gerechtigkeit und deren einziges Gesetz ist, weshalb wir mit Paulus ausrufen: O welch‘ eine Tiefe! – Jener aber erwidert, daß wir auf diese Weise Gott zum Urheber der sünde, gleichsam zu einem Tyrannen machen, der nicht nach Recht und Vernunft, sondern nach bloßer…

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Beza, Theodor von – An Bullinger, Prediger in Zürich

Beza, Theodor von – An Bullinger, Prediger in Zürich

Lausanne, 12. Jan. 1552. Jesus sagt zu seinen Jüngern, nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich euch. Der Glaube ist Gottes Geschenk, wir müssen gezogen, wiedergeboren, belehrt werden. Wer kann läugnen, daß dies nur wenigen Menschen widerfährt, daß also gewissen Menschen eine besondere Gnade zu Theil wird? Wenn es eine besondere ist, so fragt sich, für wen sie besonders sei. Doch wohl für die, welche von Gott vor aller Welt Anfang nach seinem guten Vorsatz auserlesen waren, daß sie heilig sein sollten,…

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