Calvin, Jean – An Herrn de Falais in Basel.

Calvin, Jean – An Herrn de Falais in Basel.

Aus dem Brief, der sonst nur Unwichtiges enthält, sei nur eine politische Bemerkung wiedergegeben. Die evangelischen Orte der Eidgenossenschaft standen in Verhandlung mit Heinrich II. von Frankreich wegen eines Bündnisses; doch waren sie durch die Rivalität der katholischen Orte, die zu Karl V. neigten, behindert. Konstanz war noch immer belagert.

Unzufriedenheit über die eidgenössische Politik.

– Ich hatte vergessen zu melden, dass noch nichts abgeschlossen ist zwischen dem König und Bern zur Verteidigung ihrer Gebiete. Sie können in Basel besser wissen, in welcher Lage alle Stände der Eidgenossenschaft sind. Ich glaube, jetzt oder nie ist es Zeit, sich [an Frankreich] anzuschließen. Es ist erbärmlich, dass sie nicht besser für ihr Eingangstor sorgen, ich meine Konstanz. So ist wohl zu fürchten, dass sie erst klug werden nach einem rechten Unglücksschlag oder eher nach den Schlägen, die sie bekommen werden. – –

Genf, 6. Dezember 1547.
Ihr Diener und ergebener Bruder
Johann Calvin.

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