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Kategorie: Zwingli Huldrych

Zwingli, Huldrych – Brief an Albrecht von Landenberg

Zwingli, Huldrych – Brief an Albrecht von Landenberg

deutschen Herren und Comthur zu Cuniz sinem günstigem Herrn in sin Hand. Gnad, Barmherzigkeit und Frid Christi Iesu sey mit Euch. Euer Schreiben, mir gethan, hab ich vernommen als ich hoff. So ich aber Euch antworten begehre, gegnet mir zum ersten das Unwissen eueres Standes, den ich doch so viel mir möglich aus den Briefen und Boten ermessen. Darnach, dass ich nicht weiss, wie Ihr Euch würdet oder möchtet enthalten, so Ihr solcher Ordnung Euch beschwerend verliesset. Aber dem sey…

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Zwingli, Huldrych – An Myconius.

Zwingli, Huldrych – An Myconius.

Zürich, im J. 1520. Es ängstigt dich, theuerster Myconius, die Erwartung Excommunikation Zeiten, wo Alles auf und nieder sich bewegt, alles sich vermengt, so daß niemand die ursprüngliche Gestalt erkennen kann; ist doch alles so verkehrt und verworren, daß ein Kopf nichts hervorbringen kann, von dem nicht das Gegentheil oder ein ihm Gegenüberstehendes hervorträte: daher jedem scharfsinnigeren Geist mit der entstehenden Hoffnung auch zu ihr sich gesellende Furcht vor Augen schwebt. Längst hegten Alle, die den Glanz der Humanität lieben,…

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Zwingli, Huldrych – An Joachim Vadianus.

Zwingli, Huldrych – An Joachim Vadianus.

Zürich, 19. Januar 1520. („Den sehr gelehrten Mann und wackern Freund.“) Ich sandte deinen Brief nach Basel an Dorpius, gelehrtester und theuerster Joachim, gleich am Tage nach seinem Empfang. Möge es glücklich ausfallen! Denn man sagt, der Mensch sei noch beweglicher, als der Cothurn:1) so ist Manchem jeder Ruhm zu gering, wenn er am Allerhöchsten geachtet wird. Es beunruhigt ihn freilich der Glanz des Erasmus, von dem er jedoch sehr viel Licht erlangen könnte, wenn er den Ruhm, der von…

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Zwingli, Huldrich – An Luther, 1519

Zwingli, Huldrich – An Luther, 1519

So viele auch schon den Kern in der Religion erkannten, so war doch keiner im ganzen Lager Israels, der offen dem Feind entgegenzutreten wagte; so sehr fürchteten alle den drohenden Goliath. Du allein warst der David, der die Waffen in die Hand nahm. Zuerst führtest Du den Kampf in ihrer Weise mit Disputationen und paradoxen Antithesen. Aber bald legtest du diese lästige Rüstung nieder, holtest Dir glatte Steine aus dem himmlischen Gewässer und warfst die Geschosse so leicht und kräftig,…

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Zwingli, Huldrich – An Erasmus von Rotterdam

Zwingli, Huldrich – An Erasmus von Rotterdam

1515 Mein neulicher Besuch bei Dir entsprang dem Bedürfnis, mit Deinem königlichen Geiste bekannter zu werden. Da war ich entzückt auch von Deiner Anmut im Verkehr und Deinem wahrhaft evangelischen Leben. Nun meine ich immer, wenn ich etwas von Dir lese, Dich zu hören, ja Dich in Deiner zierlichen kleinen Gestalt vor mir zu sehen. Möchte Gott Dich, der sich wie kein anderer um die Erforschung der Schrift verdient gemacht hat, lange erhalten, damit die christliche Wissenschaft, die durch Dich…

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Zwingli, Huldrich – An Vadian – 1513

Zwingli, Huldrich – An Vadian – 1513

Ich habe mich entschlossen, das Griechische zu erlernen, trotzdem ich des Lateinischen noch nicht recht Meister bin. Es ist mir dabei nicht um den Ruhm zu tun, sondern um das Studium und das Verständnis der h. Schrift. Quelle: Neukauf-Heyn Evangelisches Religionsbuch Teil IV B., Kleine Ausgabe. Lesebuch zur Kirchengeschichte für höhere Schlen von Ernst Heyn. Vierte verbesserte Auflage. Leipzig Verlag von Ernst Wunderlich. 1925