Calvin, Jean – An einen gefangenen Evangelischen in Frankreich.

Calvin, Jean – An einen gefangenen Evangelischen in Frankreich.

Nr. 611 (C. R. – 3131)

 

Aus dem sonst nicht besonders charakteristischen Briefe sei nur ein Satz angeführt. Genf war seit dem Frieden von Chateau-Cambresis ständig von Herzog Philibert Emanuel von Savoyen (vgl. 542) bedroht, der mit Frankreich und Spanien im Bunde stand. Die ganze Bevölkerung arbeitete mit größter Energie an der Befestigung der Stadt. Nachdem Calvin den Gefangenen zur Ausdauer ermahnt hat, schreibt er:

Genf in Gefahr.

– – – Freilich sage ich das zur Stunde noch fern von der Gefahr, aber nicht allzu fern und wohl auch nicht mehr gar lang; denn soviel man beurteilen kann, kommt die Reihe nun bald an uns. Deshalb wollen wir miteinander lernen, aufzuschauen zum Himmel und nicht müde zu werden, bis wir unsern Lauf vollendet haben – –

13. November 1559.

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