Calvin, Jean – An Christophe Fabri und Farel in Neuchatel (330)

Calvin, Jean – An Christophe Fabri und Farel in Neuchatel (330)

Nr. 330 (C. R. – 1564) Vgl. 327329 Das Gutachten der Basler Pfarrer entsprach Calvins Wunsch wenig. Herr de Falais, dessen Hausarzt Bolsec war, hatte für ihn beim Rat Fürbitte eingelegt. Weggelassen einige Sätze über ein Empfehlungsschreiben.

Über das Basler Gutachten und de Falais´ Eintreten für Bolsec.

Eure Aufträge will ich besorgen. Wenn wir nur erreichen, was wir wollen! Die Basler Pfarrer haben geantwortet. Wir mussten wieder erfahren, wie wenig Hilfe wir an ihnen haben. Mykonius deutet recht kühl irgendetwas an, bringt die Sache gar nicht vorwärts und scheint durch Zurückhaltung das Lob der Weisheit erhaschen zu wollen. Sulzer aber schreibt ebenso, als ob es damit genug wäre. Kurz vorher hatte der Rat seinen eignen Boten [nach Basel] gesandt. Ich fürchte, sie wiederholen das gleiche Lied. Benehmen sich aber die Zürcher und Berner mutig, so macht uns [die Antwort der Basler] keine Not. Es liegt alles daran, dass der Schwindler nicht ins Bernbiet aufgenommen wird. Über de Falais ärgere ich mich so, dass ich die kaum ansehen mag, die mir seine Milde vorhalten. Eure Antwort wird, wenn sie rechtzeitig kommt, uns nicht wenig helfen.

Lebt wohl, beste, liebste Brüder. – –

Dez. 1551.
Ganz der Eurige
Calvin.

 

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