Schmidt, Christoph – An seine Gemeinde

Schmidt, Christoph – An seine Gemeinde

„Ich nehme Himmel und Erde zu Zeugen, daß es kein anderes Evangelium gibt, als eben das, welches ich euch durch die Gnade Gottes gelehret habe, daß auch in keinem andern Heil ist, als in Christo, welchen ich euch nach seinem Worte gepredigt habe. Ein jeder, der außer ihm wandelt, der wandelt außer seinem Heile. Wer nicht in ihm bleibt, verliert das ewige Leben! … Laßt uns nun Mut fassen und nicht matt werden, ob es gleich große Mühe und Arbeit kostet! Lasset uns auf Jesum Christum sehen, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens! Er ist unser Lohn, unsere Herrlichkeit und Ehre, unsere Hoffnung und Krone; in ihm leben, weben und sind wir. Ja, wir sind eins mit ihm, und wo er ist, da werden ohne Zweifel seine Diener auch sein. Vor wem sollen wir uns denn fürchten? Warum wollten wir kleinmütig werden? Was kann uns an dem Besitz des ewigen Lebens verhindern? Wollen wir mit Esau unsere Erstgeburt um ein Linsengericht verkaufen? Gedenket an mich in eurem Gebet! O, wie lieblich ist das Haus des Herrn, darin ich jetzt nicht wandeln kann.“

Quelle:
Dr. Theodor Fliedner, Buch der Märtyrer, Verlag der Diakonissen-Anstalt zu Kaiserswerth, 1859

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