Johann Friedrich von Sachsen an Elisabeth von Münden

Johann Friedrich von Sachsen an Elisabeth von Münden

April 1539

Was wir ehrenn liebs und guts vermugen alzeit zuvor, hochgebornne furstin, freuntliche liebe muhme und gefatter.

Wir haben E. L. schreibenn, das am Dato gehaben hadt Munden am Montag in den osterheiligen tagen, zu Franckfurth am Maine den Sonnabent darnach empfangen und dasselbig von E. L. freuntlich verstandenn und insonderheit gerne vernhomen, wie unns dasselbige unnser vetter und bruder der lantgraf zu Hessenn hievor auch angetzaigt hadt, und wir ietzt dergleichenn aus  E. L. schreibenn verstehenn, das E. L. Gottes worth angenommen habenn, der wolte E. L. darbey und Iren christenlichen vorsatz gnediglichenn erhalten. So sol sich auch E. L. zu unns freuntlich versehenn was wir neben unsern vedtern und brudern dem landtgrafenn zu Hessen, so E. L. ein widerwertigkeit darob zuhanden stossenn werd, E. L. freuntliche fürderung zu erzaigenn wissenn. Datum Franckfurth am Main Sonnabents nach dem heiligenn ostertage Anno 39.

Von gots gnaden Joh. Friedrich hertzog zue Sachssen, des heil. Romischen Reichs Erzmarschalk und Churfurst, Lantgraf zur Doringen marggraf zue meissen und burggraf zue Magdeburg.

Elisabeth, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg
Dr. Wilhelm Havemann
Göttingen
Druck und Verlag der Dieterichschen Buchhandlung
1839

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