Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen an Luther

Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen an Luther

3. August 1535

Unsern Gruß zuvor. Ehrwirdiger, lieber Andächtiger! Nachdem wir Euch hievor uf Eur Schreiben, den Caplan Ern Johann Mantel und Hieronimo Weller betreffende, Antwurt geben, weil wir bedacht wären, uns in diese Landort zu begeben, daß wir uns darumb erkunden und uns gegen Euch weiter gnädiglich vornehmen lassen wollten, als haben wir in Ansehung Eur Vorbitt gewilliget, daß gedachter Caplan Ern Petern Juterbocks vorledigt Lehens Einkommen sein Lebenlang folgen soll. Thun Euch auch die Vorschreibung, so wir ihme daruber haben vollziehen lassen, hiemit ubersenden, die werdet Ihr ihme furder wohl zu uberantworten wissen. Aber Hieronimo Wellers halben, damit er seins außenstehenden Geldes auch nit länger entrathen durfe, so uberschicken wir Euch hiemit die vierzig Gulden, die werdet Ihr ihme auch wohl wissen zuzestellen. Das haben wir Euch gnädiger Meinung nit wollen vorhalten, und seind Euch mit Gnaden gneigt. Datum Torgau Dienstag nach Vincula Petri 1535.

Dr. Martin Luther’s sämmtliche Werke
Briefwechsel
Bearbeitet und mit Erläuterungen versehen von
Dr. th. Ernst Ludwig Enders
Zehnter Band.
Briefe vom Februar 1534 bis Juli 1536
Calw & Stuttgart.
Verlag der Vereinsbuchhandlung.
1903

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