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Schlagwort: Purgold Johann

Luther an Joh. Purgolt, Bürgermeister in Eisenach

Luther an Joh. Purgolt, Bürgermeister in Eisenach

12.1.1531

Gnade und Friede. Lieber Herr und Freund! Ich hab euerm Eidam meine und Philippi Melan. Meinung geschrieben, daß wir uns versehen, er sollt wohl bei der Schule bleiben, weil sie vorhin bei uns einen andern gesucht, aber bisher durch uns aufgeschoben, welches wir weiter also zu thun willens. Was aber das Brauloos betrifft, werdet ihr euch wohl des Rechten bei der Oberkeit erholen, denn wir es ihm nicht absprechen; will aber der Neid sich mit der Zeit nicht todtbluten, so wird man eures Eidams anders wohl dürfen, darzu ich gerne helfen und rathen will, was ich vermag. Hiemit Gott befohlen, Amen. 12. Januar 1531

Martinus Luther

Quelle:
Dr. Martin Luthers sämmtliche Werke.
Briefwechsel
Bearbeitet und mit Erläuterungen versehen von Dr. th. Ernst Ludwig Enders
Achter Band.
Briefe vom Juni 1530 – April 1531
Calw & Stuttgart
Verlag der Vereinsbuchhandlung
1898

Luther an Johann Purgolt, Bürgermeister in Eisenach

Luther an Johann Purgolt, Bürgermeister in Eisenach

31.12.1529

Gnade und Friede in Christo. Lieber, vorsichtiger, lieber Herr und Freund! Was die zu Eisenach mit euerm Eidam fürgenommen haben beide des Brauen Rechtens und Schulampt zu entsetzen, hat mir und Mag. Philippo nichts gefallen und ist uns auch leid. Demnach haben wir alle beide dem Hauptmann zu Warpurg geschrieben, der Hoffnung, M. Scholl, euer Eidam, soll bei dem Schulampt behalten werden; denn obgleich ihr Fürnehmen nicht aus Neid, als nicht wohl zu glauben, daher wachse, so sein doch jetzt zur Zeit nicht so viel Leute fürhanden, daß man ihren Gedanken nach eitel Philipp Mel. oder dergleichen erwähle und ihnen zufertige. Derhalben bitt ich, wollet gute Freunde und Bürger von meinetwegen mit angezeigter, so es noth ist, Schrift vermahnen, daß sie helfen dem Neid widerstehen und sich an Mag. Scholl beruhen lassen, daß sie nicht ein Wechsel erfahren, der sie darnach gereue. Denn es ist ein Ding bald geändert, aber nicht so bald gebessert. Wechsel ist mißlich, darumb leide sich jedermann und halt was er hab, daß Gott nicht den Undank strafe. Solchs habe ich guter Meinung nicht wollen verhalten, denn euch und den Euern zu dienen bin ich willig. Hiemit Gott befolhen. Datum Wittemberg, Anno MDXXVIIII.
Martinus Luther

Quelle:
Dr. Martin Luthers sämmtliche Werke.
Briefwechsel
Bearbeitet und mit Erläuterungen versehen von Dr. th. Ernst Ludwig Enders
Siebenter Band.
Briefe vom Oktober 1528 – Juni 1530
Calw & Stuttgart
Verlag der Vereinsbuchhandlung
1897