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Schlagwort: Jörgerin Dorothea

Luther, Martin – An Dorothea Jörger.

Luther, Martin – An Dorothea Jörger.

3. Juni 1537

Der edlen tugendreichen Frauen Dorothea Jörgerin, Witwe zu Kappenz, meiner gunstigen guten Freundin.

Gnad und Fried in Christo. Edle, tugendreiche Frau!

Weil er Andreas itzt von Euch erfordert, sich dienstlich zu erzeigen vorhat, bitt ich, wollet ihn in Gunsten befolhen haben. Er ist ja, wie Ihr wisset, ein frommer Mensch, und er sorget, daß er mehr ein Fahr da möcht sein und euch mit sich inne die Fahr ziehen; doch werdet Ihr wohl wissen, ihm zu rathen, wo Noth fürfallen wurde. Ich hab ihm meines Verstandes Rath mitgetheilet, wo es sein kann, daß er so sich halte. Christus, unser lieber Herr, sei mit Euch und segne Euch sampt den Euren allen in seinem heiligen Beruf, Amen. M. Stiefel hat mich gebeten, wenn ich Schrift zu Euch hätte, daß ich Euch sollt von seinetwegen fast sehr grußen und sein Pater noster wundschen. Er stehet, Gott Lob! wohl.

Sonntag nach Trinitatis. 1537.

Martinus Luther Dr.

Quelle:
Dr. Martin Luther’s sämmtliche Werke
in beide3n Originalsprachen
Herausgegeben von
J. K. Irmischer. Chr. S. Th. Elsperger, H. Schmid, H. Schmidt und E. C. Enders
Briefwechsel
Elfter Band.
Calw & Stuttgart.
Verlag der Vereinsbuchhandlung.
1907.

Luther, Martin – An Frau Jörgerin.

Luther, Martin – An Frau Jörgerin.

6. Mai 1533

Gnade und Friede. Ehrbare, tugendhaftige Frau. Euere Schrift der fünfhundert Gulden halben, so man sollt‘ zu Linz auf nächstvergangenen Osteren empfangen haben, ist mir zu spät kommen. Nichts desto weniger habe ich euerer Bitte nach Martin Seldener zu Nürnberg durch Herrn Lazarum Spengler lassen bitten und vermahnen, daß er’s noch wollte fordern und empfahen mit Verschreibung, wie sich’s gebührt, uns gen Nürnberg schaffen. Wiewohl ich’s gern gesehen, als ich auch vorhin geschrieben, ihr hättet es selber hereingeschafft, auf’s allergewisseste ihr könnt hättet; weil ich auch vermerkt aus euerer Schrift, daß es euch baß gefällt, solch Almosen von Hand aus zu geben armen Studenten, denn auf Zins anlegen; wo ihr auf der Meinung bleibt, gefällt mir nicht übel.

Daß euch auch ein Prediger bekümmert hat eueres Sohnes halben und eines Richters, wie mir Herr Michel angezeigt hat, sollt ihr euch nicht bekümmern, noch irren lassen. Lasset sie mit einander in’s Recht treten, die Sache gehet euere Person nicht an; das Recht wird sie wohl scheiden und darf sich euer Gewissen Nichts damit beschweren.

Hiemit Gott befohlen sammt eueren lieben Kindern und allen den Euren, Amen. Datum Wittenberg den 6. Maji, 1533.

Euer williger
D. Martinus Luther,
noch halb krank.

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefe an Frauen als Pfingstgabe für die deutsche protestantische Frauenwelt. zusammengestellt von Dr. K. Zimmermann Darmstadt Buchdruckerei von Heinrich Brill 1854

Luther, Martin – An Frau Dorothea Jörgerin

Luther, Martin – An Frau Dorothea Jörgerin

6. Januar 1527

Christoph Jörger, ein Rath des Kaisers Maximilian I., in Oberöstreich wohnend, ein Anhänger Luthers, hatte von diesem den Eßlinger Prediger Michael Stiefel erhalten. Bei seiner Rückkehr nach Wittenberg schreibt Luther diesen Brief.

Der Edlen und Tugendreichen Frauen Dorothea Jörgerin, Wittwe zu Tollet, meiner beßten treuen Freundin in Christo.

Gnade und Friede in Christo, unserm Herrn. Tugendsame Frau, ich habe den Michael Stiefel mit Freuden empfangen, und sonderlich weil ihr demselben so gut Zeugniß gebt, daß er sich so christlich und fruchtbarlich bei euch erzeigt, wie ich mich denn auch versehen zu ihm habe, und Gott mir diese Zuversicht nicht hat lassen zu Schanden werden. Ich danke euch auch samt meiner Kethen freundlich euers theuren und treuen Geschenks. Gott, der Allmächtige, wolle euch gnädiglich in seinem heiligen Worte, wie er hat angefangen, erhalten und mehren bis auf seine Zukunft. Die Tyrannei wird Gott wohl richten und schicken zu seinem Lob und eurem Heil. Hiermit Gott befohlen, Amen. Am Tage Epiphanie 1527.

Martinus Luther

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefe an Frauen als Pfingstgabe für die deutsche protestantische Frauenwelt. zusammengestellt von Dr. K. Zimmermann Darmstadt Buchdruckerei von Heinrich Brill 1854