Calvin, Jean – An Farel in Neuchatel (373).

Calvin, Jean – An Farel in Neuchatel (373).

Weggelassen einige unwichtige Sätze. Nach Eduard VI. Tod ließ sein Vormund, der Herzog von Northumberland, seine Schwiegertochter, Lady Jane Gray, zur Königin erklären, deren Großmutter eine Schwester Heinrichs VIII. gewesen war. Doch stellte sich Volk und Armee auf Seite Marias, der Tochter Heinrichs VIII., so dass Jane Gray nur neun Tage Königin war.

Von Englands Verlust.

– – Über den Tod des Königs von England kamen zuerst nur unbestimmte Gerüchte. Auf sie folgten rasch bestimmtere Nachrichten, als mir lieb waren. Es folgt ihm in der Regierung seine Base nach Beschluss der Stände; doch fürchtet man einen Aufstand. Sehr wahr ist, was du sagst, eines unvergleichlichen Schatzes sei England beraubt, dessen es nicht würdig war. Ich fasse es so, durch den Tod dieses unmündigen Knaben hat das ganze Volk den besten Vater verloren. Vielleicht hören wir bald, wie die Verhältnisse liegen. Unsere Pflicht aber ists, unsere Seelen in Geduld zu fassen. Lebwohl, bester Bruder. Grüße deine Kollegen, die übrigen Amtsbrüder und deinen Bruder Claude. Der Herr sei stets mit Euch und segne Euer Wirken. Meine Kollegen lassen dich vielmals grüßen. Ebenso die andern Freunde. Nochmals lebwohl.

Genf, 7. August 1553.

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