Luther, Bugenhagen und Melanchthon an den Churfürsten Johann Friedrich

Luther, Bugenhagen und Melanchthon an den Churfürsten Johann Friedrich

Gottes gnad durch seinen eingebornen son, Jhesum Christum, vnsern heiland, zuuor. Durchleuchtester etc., E. ch. f. g. vbersenden wir in vnterthenigkeit vnser gering vnd einfaltig bedenken in der hochwichtigen, sorglichen sache, die handlung Brunßwig halben belangend, die warlich mehr denn menschliche vorsichtigkeit bedarf. Darumb wir auch nit viel geschrieben, zu dem, dass  E. ch. f. g. sehen, wie schwer zu raten, wo so viel vngleicher, vngewisser leute eine sache handeln vnd furen sollen. Darumb bitten wir,  E. ch. f. g. wolle diese kurze schrift gnediglich verstehen.

Dass aber gott sich wolle seiner kirchen annemen vnd fur vns sorgen, das hat er ganz klar angezeigt, dass der son gottes menschliche natur an sich genomen, damit er ja bezeuget, dass er den menschen gros achtet vnd liebet. Mit diesem trost sollen wir vns sterken vnd in diesem glauben gott vmb hulf ersuchen, der wolle  E. ch. f. g. zu allerzeit gnediglich schutzen, regirn vnd bewaren. Datum Witteberg, 20. Decembris Anno 1543.

E. ch. f. g.
vnterthenige diener
Martinus Luther D., Johannes Bugenhagen, Pomer. D., Philippus Melanthon.

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefwechsel
Herausgegeben von Dr. C. A. H. Burkhardt
Leipzig
Verlag von F. C. W. Vogel
1866

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