Luther an Churfürst Johann Friedrich von Sachsen

Luther an Churfürst Johann Friedrich von Sachsen

Luther verweigert dem Gesuche des Raths von Zerbst, den Dr. Jonas als Prediger dahin auf die Dauer kommen zu lassen, seine Fürbitte.

G. vnd friede yn Christo etc., durchleuchtigster, hochgeborner furst, gnedigster herr. Es haben mich die fromen fursten zu Anhalt schriftlich gebeten, ich solte yhr f. g. bitte, so sie (acht ich) an E. k. f. g. doctor Jonas halben thun, helfen furdern. Nu werde das wol ime meynung, dass doctor Jonas ettliche wochen dahin gelihen wurde, sonderlich dieweil nemlich eiin furstentag zu Zerwest sein sol, damit sie alsdenn einen statlichen prediger hetten. Aber fur vnd fur da pfarher zu sein, weil on das vnser kirche vnd schule des pfarhers mangeln vnd doct. MArtinus vngewisses vermugens ist, weis ich nicht zu raten noch zu bitten, wie ich auch mundlich yhren f. g. geantwortet. Aber E. k. f. g. werden vn mugen hierin thün, was sie aufs beste bedencken. Hiemit dem lieben gott befolhen Amen. Sontags nach S. Thomas 1537.

E. k. f. g.
vntertheniger
Martinus Luther D.

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefwechsel
Herausgegeben von Dr. C. A. H. Burkhardt
Leipzig
Verlag von F. C. W. Vogel
1866

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