Luther an den Kurfürsten Johann von Sachsen

Luther an den Kurfürsten Johann von Sachsen

Dem Durchleuchtigisten hochgebornene fursten vnd herrn Herrn Johans Hertzog zu Sachsen vnd kürfürstl. rc. Landgrauen ynn Düringen vnd Marggrauen Zu Meissen meynem gnedigsten Herrn.

Gnade vnd fride ynn Christo Durchleuchtigster Hochgeborner furst gnedigster Herr, Ich habe Ekfg schrifft sampt der klage Hertzog Georgen Zu Sachsen, einer abschrifft halben, als meines briefes an Doctor Venceslaum Lincken, Als hette ich mich mercken lassen, das ich Sfg Zu geringe hielte, das er mich vmb antwort ersuchen sollt, vntertheniglich vernomen, Darauff schicke ich hiemit Ekfg die abschriff der antwort, so ich Hertzog Georgen gegeben, Bey welcher ichs auch noch dismals bleiben lassen Vnd mir auch solch antwort Zu geben auff Sfg schrifft gantz billich geburt hat, als ich nicht anders weis, Das ich yhn aber solt Zu geringe achten mich Zuersuchen, wird sich, ob gott wil, aus meiner antwort nicht finden. So hab ich seiner flgnaden ynn solcher antwort geschrieben das sich sfg on Zweifel bey denen, so solche Zetel haben Zugericht vnd gereicht auch wol on mein Zuthun, wissen Zuerkunden, wes solche schrifft sey, Doch so es not seyn solt, kan ich wol mehr auff sfg schrifft antwerten, Ich wolt aber dafur bitten, Denn so ich meine notturfft auch anzeigen müste, kan mich niemand drumb verdencken Ekfg zu dienen bin ich schuldig und willig, Gott behute Ekfg barmhertziglich Amen Am tage Catherine 1528.

Ekfg
vntertheniger
Martinus
Luther

Lutherbriefe
herausgegeben von
Lic. theol. Johann KArl seidemann,
Pfarrer zu Eschdorf bei Dresden.
Dresden
H. J. Zeh (sonst R. Kori)
1859

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