Calvin, Jean – An Bullinger in Zürich (288).

Calvin, Jean – An Bullinger in Zürich (288).

Weggelassen eine Notiz über eine geschäftliche Sache und Schwierigkeiten in Genf, sowie eine Verteidigung der Waadtländer Kolloquien (vgl. 281). Über die Zurückweisung Hotmans vgl. 283.

Verteidigung Butzers gegen falsche Angriffe.

– Die Consensusformel haben alle meine Brüder gerne angenommen. Ihr könnt sie, wenn Ihr wollt, gleich von allen unterschrieben haben. – – –

Als neulich an ein Diakonat ein gelehrter, scharfsinniger Bruder gewählt war, derselbe, der mein Büchlein gegen die Astrologie übersetzt hat, ein Mann, der seinen Vater, einen königlichen Rat im Pariser Parlament, und die Aussicht auf ein reiches Erbe freiwillig aufgab, um für Christum zu kämpfen, da kams auf Betreiben [des Zebedee und seinesgleichen] dahin, dass der [Berner] Rat ihn zurückwies. Dass das deine Billigung nicht finden kann, weiß ich. Wenn die diese Pest der Böswilligkeit nicht kurieren kannst, so gib dir doch Mühe, sie in gewissen Schranken zu halten. Butzer beklagt sich im letzten Brief, den er mir schrieb, er werde von Hopper verleumdet, als lehre er die Allgegenwart des Leibes Christi. Wie weit er von diesem Wahn entfernt ist, dafür bin ich der beste Zeuge. Wenn du je an Hopper schreibst, so erinnere ihn daran, zu bedenken, dass Butzer einer unter den ersten Knechten Christi in unsrer Zeit ist, hochverdient um die Kirche, dass er viel Mühsal getragen hat und jetzt ein Verbannter um Christi willen ist, damit er den Greis nicht in seinen letzten Jahren unanständig behandle. Lebwohl, hochberühmter Mann und im Herrn verehrter Bruder. Deinen Kollegen viele Grüße von mir und deinen Angehörigen persönlich ebenso. Auch Herrn Heinrich lasse ich grüßen.

Genf, 7. Dezember 1549.
Dein
Johannes Calvin.

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