Philipp Melanchthon an den Rath von Saalfeld

Philipp Melanchthon an den Rath von Saalfeld

Gottes gnad durch seinen Eingebornen Son Jhesum Christum vnsern herrn vff E. W. schrifft habe ich ein wolgelarten ernsten mann angeredt, die regierung Ewer schul anzunemen, welcher aber solchs abgeschlagen, darumbdas der sold zu gering sey, vnd ist war, nach gelegenheit der Statt vnd Schul Saluelt, were von not, das E. W. einem Schulmeister ein stattlicher besoldung verordneten wo in andern geringern Stedten die schulmeister besser versorgt sind, vnd sollte E. W. dazu des williger sein, das dises werk zu gottes Ehre diene vnd das dis furstenthumb durch gottes gnad ein Zier haben zu diser Zeit von der Schulen Dweil in andern Landen die schulen wie prache vnd wüst werden durch der vngelarten pfaffen regiment. Ich bitt E. W. wollen gott zu lobe zu beßerung der Schul gedenken, Ich will auch fürderlich andere personen anreden, vnd ist möglich,das ein wohlgelarter gevbter mann der itzund die Schul zu Hall regirt, zu bewegen sich zu euch zu begeben. Davon ich E. W. fürderlich schreiben will, vnd E. W. zu dienen bin ich willig. Dat. Witeberg 15 Jul 1545

E. W.
williger.
Philippus Melanthon

Den Erbarn weisen vnd furnemen herrn burgermeistern vnd Radt Zu Saluelt, meinen günstigen herrn.

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Zeitschrift des Vereins für thüringische Geschichte und Alterthumskunde.
Erster Band
Jena
Friedrich Frommann
1554

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