Luther und andere an Churfürst Johann Friedrich

Luther und andere an Churfürst Johann Friedrich

30.9.1543

Durchleuchtigster, hochgeborner Churfurst. E.c.f.g. seint vnser vnderthenige gehorsame vnd gantz willige dinste zuuoran bereit, gnedigster herre. E.c.f.g. wissen wir nicht vnangezeigt zu lassen, dass der pfarrer zu Mogeln den erwirden vnd hochgelarten hern Martinum Lutherum, der heiligen schrift doctorn, vnsern lieben hern vnd patron, desgleichen auch vns mit einliegenden schriften angelangt, darinnen er vmb pesserung des einkommenß seiner pfarren  gebeten, wie E. churf. g. darauß gnediglich zuuornhemen haben. Nun vbersenden wir hiereinligende vorzeichend das einkommen berurter pfar Mogeln, welchs fast gerine ist, vnd stellen zu E.ch.f.g. gnedigem gefallen vnd bedenkcen, daß berurter pfarre etwo eine zulage mochte geschehen, denn ane das wurde sich ein pfarrer in die lenge nicht konnen erhalten; solchs wolten E.ch.f.g. wir vndertheniglich nicht vorhalten vnd seint E.ch.f.g. in aller vnderthenigkeit zudienen bereit vnd gantz willig. Datum Sontags nach Michaelis Anno 1543.

E.ch.f.

vnterthenige

Martinus Luther, D.
vnd
verorthenthe Commissarien des consistorii
zw Wittembergk

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefwechsel
Herausgegeben von Dr. C. A. H. Burkhardt
Leipzig
Verlag von F. C. W. Vogel
1866

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