Georg, Fürst zu Anhalt an Luther

Georg, Fürst zu Anhalt an Luther

Vnsern gunstigen, geneigten willen zuuor, erwirdiger hochgelerter, besunder geliebter. Vnser Zusage nach vbirschicken wir Euch das buchlin Prosperi contra inimicos gratiae dei, desgleichen die canones concilii prouincialis coloniensis samt desselben enchiridio oder catechismo vnd mogen Euch darneben nicht bergen, dass vns gleublich heute angezceigt, wie zu Magdeburg eine starke rede sein sol, dass der papst durch seine legaten bei dem keiser so wol als dem konige habe ansuchung thun lassen vmb defension des romischen stuels mit verinnerung ihrer pflicht, damit sie demselben vorwandt; solchs der keiser mit vngefallen vornommen vnd solle derhalben mit dem papst nit wol stehen; solchs wollen wir Euch, dem wir mit besondern gunsten geneigt zur newen jarsmeer, wie wirs gehort dermassen auch vnangeczeigt nicht lassen, vnd wollet die betrubte christliche kirche, auch vnser geringe person in Ewerm pater noster in andencken haben. Geben zu Roslaw am tage Circumcisionis Domini Anno 1539.

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefwechsel
Herausgegeben von Dr. C. A. H. Burkhardt
Leipzig
Verlag von F. C. W. Vogel
1866

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