Browsed by
Kategorie: Zwingli Huldrych

Zwingli, Huldrych – An Balthasar Stapfer, Landschreiber zu Schweitz

Zwingli, Huldrych – An Balthasar Stapfer, Landschreiber zu Schweitz

Lieber, Geehrter, Getreuer! Ich freute mich sehr über Eure in Eurem Schreiben ausgesprochene Gesinnung. Bleibet bei derselben! denn dieß ist der einige Weg zur Seligkeit. Daß Ihr mir aber solchen Dank wegen der Euch einst erwiesenen unbedeutenden Wohlthaten sagtet, war nicht nöthig; doch verräth es ein gutes Gemüth. Denn nichts ist schändlicher als ein undankbares Herz. Das aber, wessen ich von boshaften Menschen beschuldigt werde, würde ich nicht zum Mindesten beachten, wenn es nicht zum Nachtheil des göttlichen Worts vorgebracht…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – An den Rath zu Memmingen.

Zwingli, Huldrych – An den Rath zu Memmingen.

Den 10. Okt. 1530. Gnade und Friede von Gott zuvor. Ehrsame, weise, günstige, theuerste Herren und Brüder in Gott! Ich bitte Euch durch Jesum Christum, unsern Herrn, um dessentwillen Ihr in Gefahr steht, mein Schreiben nicht übel aufzunehmen, das ich fürwahr nicht aus Frechheit oder Vorwitz, sondern aus Sorgfalt und Treue schrieb. Denn weil wir uns mit den Fröhlichen freuen, und mit den Weinenden trauern müssen, sollen wir uns auch mit den Aengstlichen ängstigen und bekümmern, nicht als solche, die…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrich – An den Pfarrer Blarer – 1528

Zwingli, Huldrich – An den Pfarrer Blarer – 1528

Der rechte Christ sucht Gott und dem Nächsten zu leisten, was je die Besten geleistet haben, mögen sie Abraham oder Odysseus, Miltiades oder Mose geheißen haben. Die Religion war nicht in die Grenzen Palästinas eingeschlossen, weil der himmlische Geist nicht nur Palästina, sondern die ganze Welt geschaffen hat und mit seiner Liebe umfasst. Quelle: Neukauf-Heyn Evangelisches Religionsbuch Teil IV B., Kleine Ausgabe. Lesebuch zur Kirchengeschichte für höhere Schlen von Ernst Heyn. Vierte verbesserte Auflage. Leipzig Verlag von Ernst Wunderlich. 1925

Zwingli, Huldrych – An Johannes Vannius, Prediger zu Constanz.

Zwingli, Huldrych – An Johannes Vannius, Prediger zu Constanz.

Zürich d. 29. Oktbr. 1526. Gnade und Friede vom Herrn! Man schließt, daß Du krank darnieder liegst, theuerster Vannius; dieses Leiden rührt uns nicht wenig, denn wir wissen wohl, wie schmerzlich sein Paroxismus ist. Allein auf diese Weise übt und macht Gott mürbe, er peinigt Dich, edles und treues Werkzeug des Evangeliums, also, um zu prüfen, ob Du ihn von ganzem Herzen liebest; uns aber versucht er, ob wir mitleiden können, wenn ein Glied leidet. Deßhalb kannst Du dadurch, daß…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – An Michael Cellarius, Prediger zu Augsburg

Zwingli, Huldrych – An Michael Cellarius, Prediger zu Augsburg

Zürich, d. 17. Sept. 1526 Gnade und Friede vom Herrn. Auch wir sind krank (ich bitte, daß dieser Anfang des Briefs nicht von schlimmer Vorbedeutung sein möchte!) tapferster Michael, während Du schon lange krank bist. Denn da wir Ein Leib sind, so werden wir auch eine gemeinsame Empfindung aller Leiden haben. Und o, daß ich eine Hand wäre, die, seis durch Arznei oder durch Zauberei, allen Schmerz vertreiben könnte! Da ich aber dieß nicht vermag, so flehe ich zu dem…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – Brief an die Drei Bünde von Rhatien

Zwingli, Huldrych – Brief an die Drei Bünde von Rhatien

Zürich d. 14. Jan. 1525. Gnade und Friede von Gott zuvor, tapfere, gestrenge, kluge, ehrwürdige, weise, gnädige, günstige, geliebte Herren und Brüder in Christo! Der heil. Paulus sorgte nicht nur für die, welche er zum Glauben brachte, sondern für alle Kirchen, d. i. für alle Gläubigen, daß kein Unglaube, keine Uneinigkeit oder Trennung unter den Jüngern Gottes einreiße. Deßwegen hoffe ich auch, es sei mir nicht ungeziemend, an Euch zu schreiben, theils weil ich erfuhr, wie Ihr das wahrhaftige unüberwindliche…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – An Erasmus, Bischof in Schaffhausen

Zwingli, Huldrych – An Erasmus, Bischof in Schaffhausen

Den 1. Jan. 1524 Gnade und Friede vom Herrn. Schon lange nahm ich mir vor, an Dich zu schreiben, lieber Erasmus, doch unterließ ich’s mehr durch Deine als durch meine Schuld; denn unsere Briefe haben ein so wundersames Geschick, daß sie ihrem Verfasser am Wenigsten, dagegen dem, an den sie gerichtet sind, am meisten schaden können. Ich schreibe Dir also einmal, doch als Christ einem Christen; daher Du nicht unwillig sein wirst, und auch ich nichts schreiben werde, was sich…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – An Berthold Haller am 29.12.1523

Zwingli, Huldrych – An Berthold Haller am 29.12.1523

Was du von mir wünschest, nimm selbst kräftig an Hand, auf daß deine ziemlich wilden Bären durch das Hören der christlichen Lehre anfangen, zahm zu werden; doch ist dies ein Geschäft, das, wie ich glaube, ganz sachte muß vorgenommen werden; denn es läßt sich bei euch durchaus nicht auf dieselbe Weise verfahren, wie bei den Unsrigen. Da nämlich die Eyern noch gar zarte Ohren haben, so darf man sie nicht sofort mit einem so scharfen Eisen kratzen, wie denn auch…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – Herrn Nikolausen von Wattenwyl, Propst zu Bern im Uechtland,

Zwingli, Huldrych – Herrn Nikolausen von Wattenwyl, Propst zu Bern im Uechtland,

Gnade und Frieden von Gott, unsern Herrn Jesu Christo! Wie es allen Christen zur Freude gereicht, o allerliebster Bruder in Christo Jesu! daß der Glaube in deinem Vaterlande, in der frommen Stadt Bern, täglich wächst und zunimmt, so freut mich besonders deine Bekehrung von der Finsterniß zum Lichte. Denn viele Dinge sind, die dich daran hätten hindern können: dein vornehmes Geschlecht (Dein eigener Vater vorzüglich bekleidete oft das Schultheißen- und andere Aemter), Reichthum, eigene Verdienste und deine bekannte Milde und…

Weiterlesen Weiterlesen

Zwingli, Huldrych – An Werner Steiner (Lapidanus).

Zwingli, Huldrych – An Werner Steiner (Lapidanus).

Zürich d. 19. Febr. 1523. Ich weiß wohl, liebster Werner, wie richtig Du von der Lehre Christi denkst. Deßhalb bedarf ich dießfalls keines Erinnerns; denn ich bin überzeugt, daß man so von Dir denken müsse, wie von einem frommen Jünger Christi, welcher Jedermann Christo zu gewinnen wünscht, wenn nicht Einige eine verderbliche Blindheit auf einen verkehrten Sinn führen würde, da sie in ihrer Blindheit sogar zu den Sehenden sprechen: sehet an uns das Falsche und Eitle, prediget uns Irrthümer, saget,…

Weiterlesen Weiterlesen