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Kategorie: Melanchthon Philipp

Melanchthon, Philipp/Luther, Martin – Von der Rechtfertigung des Menschen vor Gott, An Johann Brentius.

Melanchthon, Philipp/Luther, Martin – Von der Rechtfertigung des Menschen vor Gott, An Johann Brentius.

Eure lange Schrift habe ich empfangen, bin lustig und fröhlich darüber worden: Ich bitte euch, ihr wollet oft und viel an mich schreiben. Ich vernehme und merke wohl, was euch bewegt und anficht des Glaubens halben, weil euch noch im Sinne liegt St. Augustini Meinung, der so fern kommen ist, daß er vermeinet, daß die Gerechtigkeit der Vernunft vor Gott nicht gerechnet werde zur Gerechtigkeit. Diese Meinung ist recht. Weiter ist seine Meinung, daß wir für gerecht gerechnet werden, des…

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Melanchthon, Philipp – An den Stadtrath zu Rottenburg.

Melanchthon, Philipp – An den Stadtrath zu Rottenburg.

Gottes Gnade rc. Ehrbare, günstige Herren. Erstlich wünsche ich, wiewohl eine arme geringe Person, doch als einer, der von Herzen begehret, daß der ewige Gott, Vater unser Heilandes Jesu Christi, recht erkannt und angerufen werde, und daß viel Menschen selig werden, daß die Kirch in E. löblichen Stadt durch Gottes Gnade erhalten und seliglich regieret werde. Denn das ist ja das höchste Gut im Himmel und auf Erden, Gott recht erkennen. Wo ich E. W. dienen kann, bin ich darzu…

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Melanchthon, Philipp – An Thomas Matthias, churfürstlich brandenburgischen Rath.

Melanchthon, Philipp – An Thomas Matthias, churfürstlich brandenburgischen Rath.

(Ehestandsepistel.) Der ewige Gott, der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Schöpfer der ganzen Natur und Stifter des so schönen und lieblichen ehelichen Bundes, sei mit deiner Ehe, und gebe, daß sie eine ruhige, gesegnete, glückliche und fruchtbare sei. Wie so Manches weise und fromm geschrieben ist, was nicht nur die Würde der Ehe uns zeigt, sondern auch erinnert, mit welch inniger Zärtlichkeit die Ehegatten einander umfassen sollen und mit welcher Fassung die allgemeinen Schwierigkeiten dieses Lebens zu ertragen seien,…

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Ph. Melanchthon und Joh. Brentz an den Landgrafen Philipp von Hessen.

Ph. Melanchthon und Joh. Brentz an den Landgrafen Philipp von Hessen.

Durchlauchtiger rc. Der Brüderschaft halben, mag sein, daß man Christen, so irren, und doch den Irrthum nicht vertheidigen, als Brüder dulden solle, wie Christus selbst seine Jünger geduldet hat. Aber diejenigen, so ungegründete Lehre vorgeben und vertheidigen, kann man nicht für Brüder halten; denn man soll ja nicht willigen in unrechte Lehre. So hat auch Paulus die Galater angenommen, daneben aber von denjenigen, so unrechte Lehre vorgaben, gesprochen: ich wollte, daß die, so euch beschneiden, weggeschnitten würden. Denn wie können wir…

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Melanchthon, Philipp – An Agnete, Frau des Georg Aemilius

Melanchthon, Philipp – An Agnete, Frau des Georg Aemilius

Gottes Gnade durch seinen eingebornen Sohn Jesum Christum, unsern Heiland zuvor. Ehrbare, tugendsame Fraue. Wiewohl es also von Gott geordnet und recht ist, daß das väterliche und mütterliche Herz Betrübniß hat, so die Kinder sterben; so will doch Gott auch, daß solch Betrübniß eine Maße habe, und daß wir uns damit trösten, daß wir gewißlich wissen, daß sie Gott liebt und selig macht, und ihnen ewiges Leben und ewige Freude gibt, wie unser Heiland Jesus Christus gesprochen hat: **Es ist…

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Melanchthon an Clara Herzogin von Braunschweig

Melanchthon an Clara Herzogin von Braunschweig

18. März 1560 Der Durchlauchtigen und Hochgebornen Fürstin, Frau Clara geborne Herzogin zu Sachsen, Herzogin zu Braunschweig vnd Lüneburg meiner gnädigen Fürstin. Gottes Gnad durch seinen Eingebornen Son Jhesum Christum vnsern Heilandt vnd warhaftigen Helfer zuvor. Durchleuchtige Hochgeborne gnedige Fürstin, E. f. G. habe Ich Einen gottforchtigen Predicanten, der zu Dantzick geborn Ist zugesant, wiewol Ich lieber Ein Eldern E. f. G. zugesant hett. So er gedachter von Dantzik nicht angenommen wird, will ich mit Gottes Hilf E. f. G….

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Melanchthon an Ulrich von Schwerin

Melanchthon an Ulrich von Schwerin

6. Mai 1559 Dem Edlen, Ernvesten vnnd gestrengen, Ulrich von Swerinn, Ertz-Marschalck im Hertzogthum Pommern u. meynem gunstigen Herrn. Gottes gnad durch seynen eyngebohrnenn Sohnn Jesum Christum vnsern Heilandt vnnd warhafftigen Helfer zuuor, Edler, Ernvester, gestrenger Herr Marschalck, Ich Armer vnnd vnbekandter bitt E. Ernvester welle diese meyne schrifft, belangend Eyn Jungenn Armen Waisenn Daniell Gartzen, des Ehrwirdigen Johan Gartzen des Etwa Lectors zu Gripswald gewesen Sohn gutwillig vernemenn, den ist geschrieben, du solt der wäisenn vater sein, so wirdt…

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Melanchthon an Kurfürst August

Melanchthon an Kurfürst August

1558 d. 18. September Gottes gnad durch seinen Eingebornen Son Jhesum Christum vnsern heiland vnd warhafftigen helffer zu uor Durchleuchtister hochgeborner gnedigster churfurst vnd herr, Ecfg beuelch belangend die antwort vff die weimarische schrifft, habe Ich vff heut Sontag den 18 tag Sepemtbris empfangen, vnd Ist die zeit Eben kurtz zu diser stellung bestimmet, doch will Ich so viel mir moglich ist, mitt gottes hulff, Ettwas zusamen zihen, Ich wölte auch das die chur vnd fursten, pfalntz vnd witteberg nicht…

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Melanchthon an Kurfürst August

Melanchthon an Kurfürst August

1558 d. 9. September Gottes gnad durch seinen Eingebornen Son Jhesum Christum vnsern heiland vnd warhafftigen helffer zu uor, Durchleuchtister hochgeborner gnedigster churfurst vnd herr, vff den neunden tag Septembris hab Ich Ecfg schrifft Empfangen, das Buch darinn die Frankfordischen abschied rc. verzeichnet, gen Dresden zu schiken, welches ich alß bald dem Botten Jacob Ekhart geben, gen Dreßden zu bringen, hett auch gern Ecfg dabey gesant, was des churfursten zu Brandenburg gesandten vff den 21 tag Augusti mitt mir geredt,…

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Melanchthon, Philipp – An den Stadtrath zu Sitta.

Melanchthon, Philipp – An den Stadtrath zu Sitta.

16. Jan. 1558 Gottes Gnade rc. E. E. als christliche verständige Regenten, die das große Elend auf Erden oft betrachten, wissen, daß Gott selbst beides oft verkündigt hat, nämlich daß in diesem letzten schwachen Alter der Welt größere Unruhe sein wird, denn zuvor gewesen, daß aber der allmächtige Sohn Gottes Jesus Christus ihm für und für bis zum letzten Urtheil eine ewige Kirche durch das Evangelium, und nicht anders, sammelt, und will dazu etliche ziemliche Regenten erhalten. Diesen Trost sollen…

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