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Kategorie: Haller Bernhard

Berthold Haller – Aus einem Brief an Martin Bucer 1533

Berthold Haller – Aus einem Brief an Martin Bucer 1533

Du hast nun, lieber Martin, unsere Kirche gesehen, einige unserer Prediger gehört; mich hast du ganz gesehen, wie viel oder wie wenig an mir sein mag. Nichts kannst du thun, was mir willkommener wäre, als wenn du mir ganz offen schreibst, was du daran, zumeist aber an mir, vermissest. (…) Ich weiß, daß die Frömmigkeit allein nicht ausreicht zur führung eines so wichtigen Amtes. Es wird Klugheit, Treue, Gelehrsamkeit erfordert, um die Geheimnisse Gottes auszuspenden. Du kennst mich; befiehl, dringe,…

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Berthold Haller – Aus einem Brief an Zwingli

Berthold Haller – Aus einem Brief an Zwingli

7.10.1528 Unser Rath ist zerstreut, angeblich der Weinlese wegen, ganz stumpf, auf evangelischer Seite durchaus rath- und hoffnungslos, während die Gottlosen flüstern, hohnlachen, voll Hoffnung, jetzt, jetzt sei ihr Messias gekommen. Die Bürger murren, bedauern, klagen, aber ohne rechten Eifer, ohne Rath, ohne Einsicht. So matt ist hier das Christenthum. Wir Diener des Wortes erheben unsre Stimmen, wir drängen, mahnen, flehen, schildern unwidersprechlich die Gefahren und was redlichen Männern gezieme, kurz Alles; allein wir predigen tauben Ohren! Ja sogar schreien…

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Berthold Haller – Aus einem Brief an Vadian

Berthold Haller – Aus einem Brief an Vadian

20.4.1528 Aufs neue von Krankheit befallen bin ich so übel daran und über alle Maßen mit Geschäften überschüttet, daß dabei kaum ein Gesunder aufathmen könnte. Eine solche Menge von Predigern läuft von allen Seiten herbei; Manche drängen sich auf und will man sie nicht gleich himmelhoch erheben, so übergießen sie mich mit einer Fluth von Schmähungen. Von siebzig solchen „fahrenden Brüdern,“ die sich hier einfanden, hatten bloß zwei bis drei in ihren Attestaten das von Zwingli und Oecolampad mit mir…

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Berthold Haller – Aus einem Brief an Zwingli

Berthold Haller – Aus einem Brief an Zwingli

31.3.1528 Herzlich bitt‘ ich dich, theuerster Ulrich, richte an uns insgesammt, so du Zeit findest, eine gemeinsame Ermunterung; mahne uns zum Frieden und zu gegenseitiger Liebe unter einander, zu einer dem Diener des Wortes würdigen Lebensführung, ebenso dazu, daß auch unsere Gattinnen nicht nach eitlem Putze trachten, sondern bescheiden und mäßig seien, fern von aller Schwatzhaftigkeit. So wirst du dem vorbeugen, was uns unschicklich wäre und der Kirche zum Aergerniß würde. Und da jeder von uns seine Mängel hat und…

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Haller, Berthold – Aus einem Brief an Zwingli (1527)

Haller, Berthold – Aus einem Brief an Zwingli (1527)

2. Dezember 1527 Jetzt sehe ich, wie der Herr unerwartet durch dich und Oecolampad seine Ehre bei uns verherrlichen will, da ihr Beide so bestimmt zusaget. Ihr seid die Hülfstruppen, die der Herr mir, der ich solchem Kampfe weit nicht gewachsen wäre, gnädiglich zugeschickt! O möchten die Widersacher all ihre Gründe auf einmal ausschütten! Da waren Männer, die zu seinem großen Ruhme suie einzeln entkräfteten! Etliche unserer Machthaber sind voll geheimen Ingrimms. An Anschlägen ihrerseits wird’s nicht fehlen, unserem Vorhaben…

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Haller, Berthold – Aus einem Brief an Vadian

Haller, Berthold – Aus einem Brief an Vadian

5. Oktober 1525 Allenthalben gibt es zwar Viele, an denen man sieht, daß sie die Finsterniß mehr lieben als das Licht. Du kannst dir aber wohl denken, wie man hier gegen das Evangelium Christi gesinnt ist, da durch gedruckte Mandate schon mehr als Ein Mal befohlen worden, dasselbe rein und unverfälscht zu predigen, und doch wieder nach Willkür Alles so vereitelt wird, daß das Volk dem gepredigten Worte durchaus nicht folgen kann. Quelle: Berthold Haller Nach handschriftlichen und gleichzeitigen Quellen…

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Berthold Haller an Ulrich Zwingli

Berthold Haller an Ulrich Zwingli

1521 … Deinen köstlichen Brief, mein wackerster Lehrer! habe ich mit offenen Armen empfangen und nicht ohne reichen Gewinn gelesen und wieder gelesen mit großer Erquickung; ich bin dadurch in christlicher Gesinnung mächtig bestärkt worden. Mein Herz, das wirklich durch dieses wanken der Zustände und der Menschen darniedergebeugt und unfähig war, Unbill zu ertragen, ist nun durch dieses dein Schreiben so gestählt worden zur Erduldung jeglicher Drangsal, daß ich jetzt viel gelassener bleibe, wenn Leute mich als wüthende Feinde anfallen,…

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