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Kategorie: Brenz Johannes

Ph. Melanchthon und Joh. Brentz an den Landgrafen Philipp von Hessen.

Ph. Melanchthon und Joh. Brentz an den Landgrafen Philipp von Hessen.

Durchlauchtiger rc. Der Brüderschaft halben, mag sein, daß man Christen, so irren, und doch den Irrthum nicht vertheidigen, als Brüder dulden solle, wie Christus selbst seine Jünger geduldet hat. Aber diejenigen, so ungegründete Lehre vorgeben und vertheidigen, kann man nicht für Brüder halten; denn man soll ja nicht willigen in unrechte Lehre. So hat auch Paulus die Galater angenommen, daneben aber von denjenigen, so unrechte Lehre vorgaben, gesprochen: ich wollte, daß die, so euch beschneiden, weggeschnitten würden. Denn wie können wir…

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Brenz an Erasmus Alber.

Brenz an Erasmus Alber.

(verdeutscht.) 5. December 1548. Gnade und friede in Christo. Dass Ihr an mich so einen freudigen und freundlichen Brief geschrieben habt, ist mir in dieser trübseligen Zeit sehr tröstlich und von Herzen lieb gwest. Dann ich habe darauss vernommen, beide, wo ihr euch jetzt in diesem grossen Ungestüm der wüthenden Welt enthaltet, und dass die Bürger zu Magdeburg ein fein gottseliges Leben führen und bei der reinen Lehre des Evangelii fest halten und noch ein deutsch Herz haben und nicht…

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Brenz, Johannes – Brief an Calvin, Basel d. 6. Oktober. 1548

Brenz, Johannes – Brief an Calvin, Basel d. 6. Oktober. 1548

Ich zweifle nicht, mein theuerster Calvin, daß du bereits von dem Stand der Dinge und der Veränderung in der Kirche Deutschlands vernommen hast, einer Zerrüttung, die auch mich von meiner Kirche, in der ich das Evangelium des Sohnes Gottes 25 Jahre hindurch lehrte, vertrieben hat. Ungeachtet der Befehl des Kaisers gegen mich auf Gefängniß oder Tod lautete, so hat mich doch die Gnade Gottes und die Hilfe meiner Freunde so weit geschützt, daß ich in diesen Tagen wohlbehalten bis nach…

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Brenz, Johannes – Abschiedsbrief aus der Verbannung an den Rath von Hall, 12.09.1548

Brenz, Johannes – Abschiedsbrief aus der Verbannung an den Rath von Hall, 12.09.1548

Ehrenveste, Erbare, weise und Fürsichtige. Die Gnade des Allmächtigen durch seinen lieben Sohn unsern Herrn Jesum Christum, mit Erbietung meines allzeit willigen gehorsamen Dienstes, zuvor günstige liebe Herrn. Wiewol ich mich mit Verschreibung gegen F. E. W. auch allen andern Handlungen endlich dahin gerichtet, daß ich in dem Predigtamt E. E. W. aus Gottes Gnaden mein Leben bis in den zeitlichen Tod zu vollenden verhoffet, hab auch derhalben E. E. W. zu unterthänigem Gefallen treffliche Stände und Beruf, so meinen…

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Brenz an Valentin Hardtung.

Brenz an Valentin Hardtung.

2. October 1547. Dem Erwürdigen hochgelerten herrn Valentino Hardtungen, beider Recht doctorn und Dechant zu Feuchtwangen, meinem günstigen lieben herrn. Erwürdiger, Hochgelerter, Gottis gnad durch Jesum Christum mit erbietung meins alzeit willigen diensts zuvor. Günstiger lieber herr. Ewer Erwürde schrifftlichen günstigen bericht, welcher gstallt des durchleuchtigen hochgebornen fürsten meins gnedigen herrn Marggraff Georg Fridrichs zu Brandenburg etc. verordnete Rhaette meine gnedig und günstig herm mir herr Johan Dietherichs selig verledigt Canonicat im Stifft zu Feuchtwangen zu verleyhen gnedig und günstig…

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Melanchthon, Drach, Bucer, Corvinus, Pistorius, Frecht, Musculus, Brenz und Dietrich – Empfehlungsschreiben für einen Griechen

Melanchthon, Drach, Bucer, Corvinus, Pistorius, Frecht, Musculus, Brenz und Dietrich – Empfehlungsschreiben für einen Griechen

der aus seinem Vaterland sich geflüchtet hatte und zu Loskaufung seines in türkischer Gefangenschaft befindlichen Bruders um Beiträge bat. (Von Brenz während des Gesprächs in Regensburg 1541 verfaßt.) Gruß dem Leser. Während des Regensburger Gesprächs kam zu uns Vorzeiger, Franz Magera, ein Grieche, über den wir uns, da wir fanden, daß er gut griechisch spreche und schreibe, aus verschiedenen Gründen freuten, daß wir uns mit ihm unterhalten, namentlich über die gelehrten Anstalten und Kirchen jenes Volks, das einst in besonderem…

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Brenz, Johannes – An Markgraf Georg zu Brandenburg (30 Aug. 1531).

Brenz, Johannes – An Markgraf Georg zu Brandenburg (30 Aug. 1531).

Durchleuchtiger hochgeborner fürst . Die gnad Gottes durch unsern HERRN Jesum Christum sampt meinem schuldigen gehorsamen dienst sey E. F. G. zuvor. Gnediger Herr. Ich hab E. F. G. schlifft, die frag, Ob E. F. G. mit gott und gutem gwissen die teeglichen Messen on Communicanten in Iren gnaden fürstenthumben wider auffrichten und hallten lassen mag oder nit, damit das Volck nit gantz roch und loss, Sonder zur gotsforcht gezogen wurdt etc., betreffendt, gantz undertheniglich entpfangen. Und ob woll mir…

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Brenz, Johannes – Brief an Melanchthon, 8. Juli 1531

Brenz, Johannes – Brief an Melanchthon, 8. Juli 1531

Dank und Frieden in Christo. Deine beiden Briefe, mein theurer Freund Philippus, deren einem der Zusatz Dr. Luthers beigefügt war, habe ich erhalten und kann dir nicht sagen, wie sehr mich Alles freute. Nimm daher meinen innigsten Dank, daß du, unserer alten Freundschaft eingedenk, den Freund, der dir so sehr zur Last fällt, nicht nur nicht verschmähst, sondern sogar durch so freundliche Aufmerksamkeit ehrst. Was ich neulich über die Rechtfertigung durch den Glauben plauderte, darfst du nicht so ansehen, als…

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Brenz, Johannes – Brief an Luther, 5. Juli 1531

Brenz, Johannes – Brief an Luther, 5. Juli 1531

Heil in Christo! Ich weiß, daß du, hochzuverehrender Lehrer in Christo, von heiligen Geschäften, mit welchen du die Kirche erbaust, so in Anspruch genommen bist, daß du entfernt keine Zeit hast, mit meinem unbedeutenden Gerede dich abzugeben. Darum will ich in aller Kürze dich zuerst in Jesu Christo, der unsere Erlösung ist, begrüßen, sodann dir anzeigen, daß mir dein neulicher Beisatz am Schluß des Briefs unseres Dr. Philippus höchst erfreulich war. Ich sehe nun, so viel ich vermuthe, ganz richtig…

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Brenz, Johannes – An Kanzler Vogler (1531).

Brenz, Johannes – An Kanzler Vogler (1531).

29 Mairz 1531. Dem Erbarn und hochachtbarn Herrn Georgen Vogler, Cantzler, meinem günstigen lieben herren. Gnad und frid von unserm HERRN Jesu Christo sampt meinem alzeit willigen bereiten dienst zuvor. Gunstiger lieber herr Cantzler, nach dem Ich zum nechsten von Onoltzbach anheimisch kommen, hab Ich meinen herrn alhie zu hall ein wenig von der kyrchenordnung, so mein gnediger herr und die von Nürnberg sambtlich begriffen und von den versamleten zu Onoltzbach zum nechsten wieder übersehen Ist worden, gesagt und Inen…

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