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Autor: Andreas

Churfürst Johann an Luther

Churfürst Johann an Luther

Vnsern grus zuuor, erwirdiger hochgelarter lieber andechtiger. Eur schreiben, so Ir itzt vor Ern Michel Stifel, dass wir denselben jegen der Lochaw zum pfarner vorordnen wolten, gethan, haben wir seines inhalts horen lesen vnd wollen Euch nit pergen, daß wir vor dieser Eur schrift von den dorfschaften inen den alden schosser Thomas Windisch zum pfarner zubestetigen auch ersucht vnd gebeten worden. Darauf wir vnserm amptmann daselbst geschrieben, inen zu Euch vnd dem magister Philippen Melanchthon jegen Wittenberg zuschicken vnd wo…

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Elisabeth von Braunschweig – Geleitbrief für den vertriebenen Prediger Valentin Heiland

Elisabeth von Braunschweig – Geleitbrief für den vertriebenen Prediger Valentin Heiland

Es geht an männiglich, wes Standes er sei, unsere freundliche Bitte, günstiges Gesinnen und gnädiges Begehren, Vorzeiger dieses um des lieben Wortes, auch unseres wahrhaften Zeugnisses willen aufzunehmen und ihm ein genügendes Unterkommen zu gewähren. Solches wird Gott der Allmächtige, dem es zu Ehren geschieht, reichlich belohnen. Elisabeth, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg Dr. Wilhelm Havemann Göttingen Druck und Verlag der Dieterichschen Buchhandlung 1839

Melanchthon, Philipp/Luther, Martin – Von der Rechtfertigung des Menschen vor Gott, An Johann Brentius.

Melanchthon, Philipp/Luther, Martin – Von der Rechtfertigung des Menschen vor Gott, An Johann Brentius.

Eure lange Schrift habe ich empfangen, bin lustig und fröhlich darüber worden: Ich bitte euch, ihr wollet oft und viel an mich schreiben. Ich vernehme und merke wohl, was euch bewegt und anficht des Glaubens halben, weil euch noch im Sinne liegt St. Augustini Meinung, der so fern kommen ist, daß er vermeinet, daß die Gerechtigkeit der Vernunft vor Gott nicht gerechnet werde zur Gerechtigkeit. Diese Meinung ist recht. Weiter ist seine Meinung, daß wir für gerecht gerechnet werden, des…

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Eberlin von Günzburg, Johannes – Ein brief zu geschickt An den Pfarrer von hohen synnen betreffen Doctor Martini Luthers lere.

Eberlin von Günzburg, Johannes – Ein brief zu geschickt An den Pfarrer von hohen synnen betreffen Doctor Martini Luthers lere.

Oder an ainen yeden Prelatischen Pfarrer seines vatterlands. Mein wolmainung mit freüntlichem gruß auß guttem hertzen vnd gemüt zuuor. Erwirdiger gaystlicher vatter vnnd Vicari Christi/ nit auß fürwitz/ spot oder freuel/ sonder beweglich/ augenscheinparlich exempel/ das mich dartzu verursacht vndersteen ich armer Teutscher vngelerter lay/ deiner Eer wird zuschreiben mit verwunderung des frembden gaist anzaigende die wunderbarliche ler/ zu disen vnsern zeyten/ ains neüen lerers genant Doctor Martini Luther Augustiner zu Wittenber (als ich acht du gedenckest) was manifeltiger irrsal…

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Melanchthon, Philipp – An den Stadtrath zu Rottenburg.

Melanchthon, Philipp – An den Stadtrath zu Rottenburg.

Gottes Gnade rc. Ehrbare, günstige Herren. Erstlich wünsche ich, wiewohl eine arme geringe Person, doch als einer, der von Herzen begehret, daß der ewige Gott, Vater unser Heilandes Jesu Christi, recht erkannt und angerufen werde, und daß viel Menschen selig werden, daß die Kirch in E. löblichen Stadt durch Gottes Gnade erhalten und seliglich regieret werde. Denn das ist ja das höchste Gut im Himmel und auf Erden, Gott recht erkennen. Wo ich E. W. dienen kann, bin ich darzu…

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Melanchthon, Philipp – An Thomas Matthias, churfürstlich brandenburgischen Rath.

Melanchthon, Philipp – An Thomas Matthias, churfürstlich brandenburgischen Rath.

(Ehestandsepistel.) Der ewige Gott, der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Schöpfer der ganzen Natur und Stifter des so schönen und lieblichen ehelichen Bundes, sei mit deiner Ehe, und gebe, daß sie eine ruhige, gesegnete, glückliche und fruchtbare sei. Wie so Manches weise und fromm geschrieben ist, was nicht nur die Würde der Ehe uns zeigt, sondern auch erinnert, mit welch inniger Zärtlichkeit die Ehegatten einander umfassen sollen und mit welcher Fassung die allgemeinen Schwierigkeiten dieses Lebens zu ertragen seien,…

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Ph. Melanchthon und Joh. Brentz an den Landgrafen Philipp von Hessen.

Ph. Melanchthon und Joh. Brentz an den Landgrafen Philipp von Hessen.

Durchlauchtiger rc. Der Brüderschaft halben, mag sein, daß man Christen, so irren, und doch den Irrthum nicht vertheidigen, als Brüder dulden solle, wie Christus selbst seine Jünger geduldet hat. Aber diejenigen, so ungegründete Lehre vorgeben und vertheidigen, kann man nicht für Brüder halten; denn man soll ja nicht willigen in unrechte Lehre. So hat auch Paulus die Galater angenommen, daneben aber von denjenigen, so unrechte Lehre vorgaben, gesprochen: ich wollte, daß die, so euch beschneiden, weggeschnitten würden. Denn wie können wir…

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Spalatin, Georg – An Conrad Gerhard

Spalatin, Georg – An Conrad Gerhard

Möge Dir Gott die Gnade schenken, Dein Herz zu erkennen, das, wie Jeremias sagt, unerforschlich ist, damit Du einsehest, was wir aus uns sind, und so wahrhaft begehren könnest, daß man, wie Du schreibst, für Dich bete. Dann wirst Du nicht die Räthsel der Schrift sammeln und nicht die Ceremonien durch Stellen, wie jene: Die Kirche ist eine Säule und Grundfeste der Wahrheit, bestätigen wollen. Denn Gewissen, die wahrhaft bekümmert sind, suchen das gewisse Gottes Wort zu ihrer Befestigung, werfen…

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Giger, Gabriel – Brief an die Wiedertäuffer in Zollikon

Giger, Gabriel – Brief an die Wiedertäuffer in Zollikon

Fried und Gnad sey mit euch von Gott dem Vater und unserem HErren JEsu Christo, der sich vor unsere Sünden gegeben hat, damit er uns errettete von dieser gegenwärtigen argen Welt nach dem Willen Gottes unseres Vaters, welchem seye Preiß von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Meine liebe Brüder! lasset es euch nicht unbillich vorkommen, daß wir so lange nicht schreiben, dann es geht keine Wochen vor, wir müssen vor die Wölfe. Aber wir lassen euch wissen, lieben Brüder! daß Gott…

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Lambert, Franziskus – An den Bischof von Lausanne

Lambert, Franziskus – An den Bischof von Lausanne

… Auch kann ich Ew. Herrlichkeit nicht mit Wahrheit einen Bischof nennen, wenn ich Sie nicht beschimpfen und gegen mein Gewissen handeln will. Für einen Fürsten kann ich Ew. Herrlichkeit halten, aber nicht für einen Bischof, dieweil Sie das Evangelium nicht verküngit. Es ist ein Schimpf für einen Fürsten, wenn man ihn einen Bischof nennt, denn was heißt das Anderes als: hier ist ein christlicher Prediger, der beständig das Wort treibt, der vollkommne Kenntniß der heiligen Schrift besitze, der demüthig,…

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