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Autor: Andreas

Blaurer, Ambrosius – An Johann Machtolf

Blaurer, Ambrosius – An Johann Machtolf

Ich schreibe hiemit an Eueren Rat wegen des Herrn Johannes Bock, den ich hier nicht länger bei der Helferei erhalten kann, und bitte, ihm, weil das Einkommen seiner kleinen Pfrund für seinen Unterhalt nicht genügt, zu einer Zulage zu verhelfen, damit er, wenn nicht länger, doch noch ein Jahr hier studieren kann. Nehmt Euch der Sache an. Das Geld wäre sicher gut angelegt; er hat jetzt erst den rechten Nutzen vom Studium, und Ihr bedürft seiner Dienste noch nicht. Meine…

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Calvin, Jean – An Heinrich Bullinger, Antistes in Zürich

Calvin, Jean – An Heinrich Bullinger, Antistes in Zürich

In Genf sollte das Volk auf das reformatorische Bekenntnis einen Eid ablegen. Manche weigerten sich, und es begann damit sich eine Opposition gegen Farel und Calvin zu erheben, sie schließlich auch die Behörde für sich gewann. Streitgegenstand war hauptsächlich der Kirchenbann. Pellikan war Pfarrer in Zürich, ebenso Leo Jud und Bibliander, Fries, Lehrer in Zürich. Die Forderungen Calvins und Farels für Genf. Gnade und Friede von Gott dem Vater und unserm Herrn Christo. Trefflichster, hoch gelehrter Bruder, wenn ich dir…

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Calvin, Jean – An Martin Butzer in Straßburg.

Calvin, Jean – An Martin Butzer in Straßburg.

Der Straßburger Theologe Butzer suchte die schweizerischen Kirchen mit den Lutheranern zu vereinigen. Infolge dieser Bestrebungen wurde in Bern der zwinglisch denkende Pfarrer Megander, ein Zürcher, abgesetzt, und es blieben nur die beiden lutheranisierenden Sebastian Meyer und Peter Kuntz im Amt. Weggelassen sind einige einleitende Sätze. Über Meganders Entlassung in Bern, den Abendmahlsstreit, Luthers Trotz und Butzers Behutsamkeit. – – – Kurz darauf erfuhren wir, Megander sei als Verbannter [von Bern] weggezogen. Diese Botschaft erschreckte uns, wie wenn wir gehört…

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Churfürst Johann Friedrich an Luther und die andern Theologen.

Churfürst Johann Friedrich an Luther und die andern Theologen.

Befehl, ihr Gutachten über den gefangenen Pfarrer Johann Heyne einzusenden. Heyne scheint ärztliche Praxis ausgeübt zu haben, wenigstens gestand er im Gefängniss, den Leuten, welche nicht schlafen konnten, Coriander und Cybeben gegeben zu haben, was er „aus gottes Gnade gethan habe.“ DDie Leute kamen zu ihm aus Leipzig und Halle. Uebrigens ist die Ausübung ärztlicher Praxis durch Geistliche im Reformationszeitalter gar nichts Seltenes. Vnsern grus zuuorn, erwirdige vnd hochgelarte, lieben andechtigen rath vnd getreuer. Wie vns iczo Johann Heyne etwan…

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Luther an Churfürst Johann Friedrich von Sachsen

Luther an Churfürst Johann Friedrich von Sachsen

Luther verweigert dem Gesuche des Raths von Zerbst, den Dr. Jonas als Prediger dahin auf die Dauer kommen zu lassen, seine Fürbitte. G. vnd friede yn Christo etc., durchleuchtigster, hochgeborner furst, gnedigster herr. Es haben mich die fromen fursten zu Anhalt schriftlich gebeten, ich solte yhr f. g. bitte, so sie (acht ich) an E. k. f. g. doctor Jonas halben thun, helfen furdern. Nu werde das wol ime meynung, dass doctor Jonas ettliche wochen dahin gelihen wurde, sonderlich dieweil…

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Schöbenhaber, Melchior – An Thomas Blaurer

Schöbenhaber, Melchior – An Thomas Blaurer

Memmingen 1537 Dezember 11 Deinen Brief habe ich samt den Schriften Calvins erhalten und danke Dir, daß Du diese an mich gesandt hast. Kann ich Dir in etwas dienen, so befiehl; Du wirst mich stets willig finden. Datum 11. Decembris anno 1537. Das Geld für die Bücher habe ich Deinem Verwandten Ehinger gegeben. Briefwechsel der Brüder Ambrosius und Thomas Blaurer 1509 – 1548 Herausgegeben von der Badischen Historischen Kommission Bearbeitet von Traugott Schieß Band I 1509 – Juni 1538 Freiburg…

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Frecht, Martin – An Erhard Schnepf und Ambrosius Blaurer

Frecht, Martin – An Erhard Schnepf und Ambrosius Blaurer

10.12.1537 Mein Verwandter Johannes Spengler (Spänglerus) hat mich gebeten, in Unterstützung seiner Bittschrift Euch dringend zu ersuchen, das ihm jüngst gezeigte Wohlwollen auch jetzt zu bewähren. Ihr vernehmt aus seinem Schreiben, daß die Vorsteher des Blaubeurer Spitals ihm nur 20 Goldgulden jährlich zahlen oder ihn zwingen wollen, sich mit der Spitalkost zu begnügen, was ihm sehr beschwerlich wäre. Auf solche Weise würden wir sicherlich nicht viele, die aus dem Papsttum kommen, beim Evangelium festhalten. Mag auch mein Verwandter seine Fehler…

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Luther, Martin – An Bürgermeister und Rath der reformirten Schweizer Städte.

Luther, Martin – An Bürgermeister und Rath der reformirten Schweizer Städte.

Gnade und Friede in Christo unserm Herrn und Heiland. Ehrbare, fürsichtige, liebe Herren und Freunde! Ich hab nun mehr denn zu lang verzogen, auf euer Schrift, gen Schmalkald an mich gethan, zu antworten. Solches Verzugs wollt ich mich wohl gern entschuldigen, hoffe aber, es sei nicht noth, dieweil ich acht daß ihr selbst wohl wisset, wie viel mir täglich auf dem Hals liegt, der ich jetzt nun schwach und alt bin, also, daß ich mit Gewalt hab müssen mich abstehlen…

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Luther an Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen

Luther an Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen

7.11.1537 G. u. Friede in Christo und mein arm Pater noster. Durchleuchtigster, hochgeborner Furst, gnädigster Herr! MAgister Johannes Fesel zu Corburg, Pfarrherr zum heiligen Kreuz, welchen E. k. f. G. vor dem Jahr die zehen fl. und X Sommer Korn zu einer Zulage aus dem Kloster Munchrote gnädiglich gegeben hat, zeigt mir an, wie zuvor durch der Visitatorn Ordnung ihm sei zugeordnet vom ersten Lehen, so fällig wurde, X. fl. zuzuleiehen, itzt aber dieses Jahrs wohl drei fällig und ledig…

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Luther, Martin – An den Juden Jesel, v. 5. November 1537

Luther, Martin – An den Juden Jesel, v. 5. November 1537

Dem Fürsichtigen Jesel, Jüden zu Rosheim, meinem guten Freunde. Mein lieber Jesel! Ich wollt wohl gern gegen meinen gnädigsten Herren fur euch handeln, beide mit Worten und Schriften, wie den auch meine Schrift der ganzen Jüdischheit gar viel gedienet hat; aber dieweil die Euren solchs meines Dienstes so schändlich mißbrauchen, und solche Ding fürnehmen, die uns Christen von ihnen nicht zu leiden sind, haben sie selbs damit mir genommen alle Forderung, die ich sonst hätte bei Fürsten und Herren können…

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