Johann Friedrich – An Luther und Melanchthon.

Johann Friedrich – An Luther und Melanchthon.

14. December 1545

Vnsern grus zuuor, erwirdiger vnd hochgelarten, leiben andechtiger vnd getrewer. Nachdem iczo magister Johans Friedrich Petzsch vns durch ein schrift angelangt vnd vmb eine condition vnd dienst, darzue er mochte gebraucht werden, oder aber in mangel des vmb ein steuer zu weiter vnderhaltung seins studiumbs vndertheniglich gepeten, als thuen wir Euch solche seine schrift hierinliegend vbersenden, wie Ir daraus sein anzeige bitt vnd erpieten ferner vernehmen werdet. Weil wir inen dann nuhn ein guete zeit hero zu seinem studio verlegt vnd darzue vnderhaltung gereicht haben, so wollen wir vns versehen, er werde sich desselben dermassen gebraucht vnd den vleis angewant haben, ddass er nuhmer zu kirchen empter muge gebraucht werden, derhalben begeren wir gnediglich, Ir wollet inen zu eynem solchen ampt furdern, wie Ir da wol werdet zu thun wyssen, weyl teglich derhalben ansuchen vorfallen, daran geschicht vnsere meinung vnd wir seind Euch mit gnaden vnd gueten geneigt. Datum Torgau, Montags nach Luciae 1545.

Quelle:
Dr. Martin Luthers Briefwechsel
Herausgegeben von Dr. C. A. H. Burkhardt
Leipzig
Verlag von F. C. W. Vogel
1866

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