Browsed by
Tag: 31. Dezember 1525

Luther, Martin – Eine Vermahnung an die Drucker.

Luther, Martin – Eine Vermahnung an die Drucker.

1525 Gnad und Friede. Was soll doch das sein, meine lieben Druckerherrn, daß einer dem andern so offentlich raubt und stiehlt das seine, und unternander euch verderbt? Seid ihr nu auch Straßenräuber und Diebe worden? oder meinet ihr, daß Gott euch segenen und ernähren wird durch solche böse Tücke und Stücke? Ich habe die Postillen angefangen von der heiligen drei Künige Tage an, bis auf Ostern, so fähret zu ein Bube, der Setzer, der von unserm Schweiß sich nähret, stiehlet…

Weiterlesen Weiterlesen

Luther, Martin an Hanna von Spiegel, Dezember 1525

Luther, Martin an Hanna von Spiegel, Dezember 1525

Gnad und Fried, ehrbare, liebe Jungfrau Hanna. Euer Schrift hab ich empfangen, und, wie ihr begehrt, euer angefangene oder zugesagte Ehe helfen fleißiglich fördern, beide bei Herr S. von K. und andern, so rathschlagen würden, daß mit Fug und Glimpf fortgehe. So weiß Gott, daß, so viel an mir liegt, ich viel geringer Sachen aufs Allerwilligst Jedermann wollt fördern, so ich etwas dazu tüchte. Und höre nicht ungerne, daß ihr zum Ehestand trachtet. Aber solche Sachen kann ich im Abwesen…

Weiterlesen Weiterlesen

Brennwald, Johannes – An den Rath zu Zürich

Brennwald, Johannes – An den Rath zu Zürich

Gnädige liebe Herren! Wie mein Herr Vogt Euch zuschreibt, daß einige Händel vorgegangen seyen, werdet ihr ferner aus meinem Schreiben verstehen. Demselbigen ist auf das kürtzeste also: Wie ich aus der Disputation((wahrscheinlich die zweite Disputation mit den Wiedertäuffern vom 20. März)) heim gekommen bin, ist mancherley von den Widertäuffern geredt worden, nemlich man habe sie nicht genugsam verhören wollen. Auf solches habe ich am Sonntag wollen das Gotts-Wort verkündigen und in meinem Fürnehmen fortfahren, nemlich in dem VII. Capitel Johannis…

Weiterlesen Weiterlesen

Schuch, Wolfgang – Brief an den Herzog von Lothringen

Schuch, Wolfgang – Brief an den Herzog von Lothringen

(Auszüge) … „Als ich erstlich in diese E.F.G. Stadt, St. Hypoliti, kommen, hab ich ein hin und wieder schweifend Volk funden, welches geirret, wie die Schaaf, die sonder Hirten sind, und das durch viel und mancherlei Gräuel des Irrthums und Aberglaubens ganz verderbt. Aber ich hab alsbald ohn erzug angefangen, wie mein Amt, so mir vom HErrn befohlen, erfordert, die Irrenden wieder auf den rechten Weg zu bringen, sie zu vermahnen, Buße zu thun des vergangenen Lebens, und gesagt, daß…

Weiterlesen Weiterlesen

Kurfürst Ludwig’s von der Pfalz Schreiben an Melanchthon, wegen der Bauern Aufruhr.

Kurfürst Ludwig’s von der Pfalz Schreiben an Melanchthon, wegen der Bauern Aufruhr.

Von Gottes Gnaden Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein, Erztruchses und Churfürst rc. Unsern Gruß zuvorn. Ehrsamer, lieber, getreuer! Wir zweifeln nicht, du habest vernommen, und gut wissen, welchermaß die Aufruhr und Empörung des gemeinen Mannes gegen alle Obrigkeit sich auch fürnemlichen um und in Unserm Fürstenthum hausen und beschwerlichen, in einem Schein zu Handhabung des Evangeliums, aber daneben viel Ungeschicklichkeit mit Raubnahme, Brand, Todtschlag und andere unchristliche Handlung gegen Uns, den Unsern geistlichen und weltlichen Grafen, Herrn, Ritter und Knechten, darzu…

Weiterlesen Weiterlesen

Einiger Wiedertäuffer Bittschrift an den Rath zu Zurich, daß man ihre Sache recht untersuche.

Einiger Wiedertäuffer Bittschrift an den Rath zu Zurich, daß man ihre Sache recht untersuche.

EHrsame, weise, günstige Herren! Wir mögen wohl erkennen, daß ihr Mühe und Arbeit mit uns habet, und daß wir hingegen in grossen täglichen Sorgen stehen. Nun möchten wir leiden, und wollen auch Gott treulich darum anruffen, damit er euch und uns zu Frieden helffe. Dieses mag wohl geschehen, wenn euere Gnaden ein öffentliches Gespräch vorschlagen und darzu auch andere Leuthe erforderen, es seyen dieienigen, welche um dieser Sache willen verschickt worden oder andere. Was dann mit dem Worte Gottes erfunden…

Weiterlesen Weiterlesen