Friedrich der Weise – An Christian Beyer

Friedrich der Weise – An Christian Beyer

26. October 1521

Gott walts.

Von Gottes Gnaden rc.

Hochgelahrter, lieber getreuer und Rath. Uns haben jetzo der Probst Doctor Feldkirch, Doctor Carlstadt, Tilemannus Pletner, Doct. Hieronymus, Licentiatus Amstorff und Magister Philippus, in Sachen der Augustiner zu Wittenberg Vornehmen belangend, geschrieben, wie du vielleicht magst davon (gehört) haben: Als ist unser Begehr, du wollest ihnen nach Anzeige unsers gnädigsten Grusses laut inliegender Instruction von unsertwegen darauf werbend Antwort geben, und je in dem Fleiß haben, daß sie der Sache wohl bedenken, damit Beschwerung verhütet (werde); denn du hast zu achten, daß durch die zu Wittenberg solche (Dinge) und anderes, die so lang gestanden, ohne Zuthun andrer Leut mehr möge erhalten werden. Darum wollest die Sachen zum Besten fleißigen, und was dir begegnen wird, das wollest uns mit Wiederschikung der Instruction durch dein Schreiben des eigentliche Bericht thun. Indem thust du uns zu Gefallen. Datum zur Lochaw am Freitag, St. Crispin und Crispinianen Tag, anno domini 1521.

Corpus Reformatorum
Edidit
Carolus Gottlieb Bretschneider
Volumen I.
Halis Saxonum
Apud C. A. Schwetschke et Filium
1834

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